Mit unseren Broschüren können Sie sich bestens auf Ihr Referendariat vorbereiten.

1) Überplanung - am Anfang ganz normal

Die Unterrichtsplanung am Anfang des Referendariats ist meist sehr umfangreich. Gespür und etwas Erfahrung für die Arbeitsweise der Schülerinnen und Schüler lassen mit der Zeit die Planung einfacher werden. Die klare Formulierung eines Stundenziels und die Phasierung der einzelnen Unterrichtsphasen mit einem motivierenden Unterrichtseinstieg und einer anschließenden Sicherungsphase bleiben in der Regel bei jeder Planung wichtig.

2) Bleiben Sie authentisch

Im Laufe Ihres Referendariats werden Sie immer stärker Ihre individuelle Lehrerpersönlichkeit herausbilden. Das braucht freilich Zeit. Gestehen Sie es sich dabei zu, authentisch im Umgang

• mit Schülerinnen und Schülern

• mit Kolleginnen und Kollegen und

• mit Eltern

zu bleiben.

3) Raumregie

Achten Sie bei der Durchführung Ihres Unterrichts auf eine gelungene Raumregie: Bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler stellen Sie sich zentral in der Klasse auf; wenn Schülerinnen und Schüler präsentieren, stellen Sie sich an die Seite oder setzen Sie sich auf die Plätze der Schülerinnen und Schüler. Vermeiden Sie bei Elterngesprächen frontal gegenübergestellte Tische. Setzen Sie sich über Eck.

4) Unterrichtsstörungen

Störungen im Unterricht können verschiedene Ursachen haben:

• Erschöpfung nach einer Klassenarbeit oder Klausur

• Meinungsverschiedenheiten in der vorangegangenen Pause

• Unterforderung der Schülerinnen und Schüler oder auch Überforderung

• ein Austesten Ihrer Lehrerpersönlichkeit am Anfang Ihres Unterrichts.

Wichtig ist jetzt: Ruhig bleiben und eine angemessene Reaktion überlegen. Sie können sich z.B. vor den störenden Schüler und abwarten, ob er sein Verhalten ändert - oder den Kontakt zu Ihnen sucht. Wichtig hierbei ist die Angemessenheit Ihrer Sanktion: Verfallen Sie nicht auf den Ton oder die Wortwahl der Schülerinnen und Schüler.

5) Umgang mit „Vorschlägen“ der Ausbilder

Die Kommunikation mit Ausbildern ist in der Regel von Respekt und Höflichkeit geprägt. Oftmals aber werden Ihnen sehr konkrete Erwartungen und Ratschläge seitens der Ausbilder kommuniziert. Wenn man Ihnen zum Beispiel einen „Vorschlag“ bei der Planung macht, sollten Sie hellhörig werden und ihn bei der Planung berücksichtigen und eventuell auch umsetzen.

6) UBs sind wichtig- doch es gibt auch ein Lehrerleben nach den UBs und dem erfolgreich bestandenen Examen!

Unbestritten zeigen Sie bei den UBs Ihre persönliche Entwicklung besonders im Hinblick auf Unterrichtsplanung und Durchführung sowie Ihre Lehrerpersönlichkeit. Dennoch sollten Sie sich auch in schwierigen oder anstrengenden Phasen Ihrer Ausbildung immer vor Augen führen, warum Sie diesen Beruf ergreifen wollten und wie viel Spaß er Ihnen nach dem bestandenen Examen bereiten kann, wenn Sie als selbstverantwortlicher Lehrer Ihre Vorstellungen realisieren können.