Philologen-Verband NW warnt vor übereilten Schritten zu weiteren Schulöffnungen

Düsseldorf. Die gestrigen Gespräche im Schulministerium werden vom Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) grundsätzlich als positiv und konstruktiv bewertet. Allerdings rät der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) von übereilten Schritten ab: „Bis zu den Sommerferien sollten die Schulen die jetzigen Unterrichtskonzepte zu Distanz- und Präsenzlernen fortsetzen können. Erneute Veränderungen wären sowohl für die Schulen als auch für die Eltern, Schülerinnen und Schüler nicht sinnvoll. Für die Zeit nach den Sommerferien erwarten wir zügig Pläne, wie der Unterricht gestaltet werden soll“, so die Vorsitzende Sabine Mistler. Der Hygiene- und Gesundheitsschutz dürfe in gar keinem Fall vernachlässigt werden. Gegebenenfalls müsste über regelmäßige Testungen nachgedacht werden.

Sabine Mistler ist Vorsitzende des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen und hat an den Gesprächen im Schulministerium als Interessenvertreterin der Gymnasien und gymnasialen Oberstufen teilgenommen.

Mit folgenden wörtlichen Zitaten nimmt Sie weiter Stellung zu den aktuellen Entwicklungen und Bestrebungen:

„Bis zu den Sommerferien gibt es nach Meinung des PhV NW keine realistische Chance auf einem sinnvollen Einstieg in den regulären Schulbetrieb. Dafür stehen insgesamt nicht ausreichend Schultage zur Verfügung. Daher ist es wichtiger, eine Perspektive für den „Regelbetrieb“ nach den Sommerferien zu entwickeln.“

„Kurzfristige Veränderungen gefährden die bereits vorhandenen und abgesprochenen Planungsprozesse in den Schulen für das nächste Schuljahr. Wenn die Schulleitungen umplanen müssten, würde dies für Unruhe und Unsicherheit in den Schulen sorgen und sich vielmehr negativ als positiv auf das schulische Unterrichten auswirken.“

„Ein Regelbetrieb an den Gymnasien in NRW ist der Wunsch aller Beteiligten. Er darf aber nicht übereilt kommen und die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern gefährden.“

ACHTUNG: Im Anhang finden Sie zudem ein gemeinsames Positionspapier "Statt kurzfristiger Planung den Fokus auf das kommende Schuljahr richten" der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW NRW), dem Grundschulverband NRW, der Landesschüler*innenvertretung NRW, Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW, der Landeselternkonferenz NRW, des Philologen-Verbands NW, dem Verband Bildung und Erziehung (VBE), Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung, in dem sich die genannten Vertretungen unseren Forderungen anschließen.

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