G9-Gesetzentwurf

Philologen-Verband begrüßt guten Schritt in die richtige Richtung - 

Jetzt G9 qualitätsorientiert umsetzen!

Der Gesetzentwurf zur Umstellung der Gymnasien auf einen neunjährigen Bildungsgang findet die volle Unterstützung des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes. Wir finden es gut, dass die Zusage des Koalitionsvertrages eingelöst wird, den Schulen auch die Option G8 einzuräumen. Der Philologen-Verband geht davon aus, dass dieses Angebot nur von wenigen Dutzend Gymnasien wahrgenommen wird.

„Jetzt kommt es darauf an, das Gymnasium zukunftsfest ‚aus einem Guss‘ zu gestalten. Den neuen Kernlehrplänen für die Sekundarstufe I kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Ausdrücklich darf der gymnasiale Bildungsgang keine ‚Streckung‘ bisheriger G8-Lehrpläne darstellen. Der Qualitätsanspruch des Gymnasiums ist konzeptionell und inhaltlich zu sichern. Nivellierungstendenzen erteilt der Philologen-Verband eine klare Absage. Die Gymnasien bedürfen der Ausrichtung auf ein Exzellenzniveau!“, erklärt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.

Natürlich verursacht die Umstellung u.a. wegen des zusätzlichen Raumbedarfes Kosten. Auch benötigen die Gymnasien am Ende des Weges ca. 2.200 zusätzliche Lehrkräfte, wobei bereits heute rechnerisch mehr als 1.000 Stellen („Kienbaum-Lücke“) den Gymnasien vorenthalten werden. Doch gute Bildung hat ihren Preis. Unsere Schülerinnen und Schüler haben ebenso wie die Lehrerinnen und Lehrer Anspruch auf solide, pädagogisch verantwortbare Rahmenbedingungen.

Düsseldorf, den 07.03.2018

  Klaus Schwung
- Pressesprecher –

Pressemitteilung (PDF)