Pressemitteilung

  • Philologen-Verband fordert seit Monaten Impfangebote für alle Lehrkräfte
     
  • Gesundheitsministerium in NRW hat endlich reagiert
  • Lehrerinnen und Lehrer in der Abiturprüfungsphase bleiben in Präsenz, unabhängig vom Inzidenzwert
  • Bundes-Notbremse zeigt bei den Abschlussprüfungen keine Wirkung
  • Schulöffnungen nicht hinreichend abgesichert
  • Selbsttest nur eine von vielen notwendigen Maßnahmen
  • Impfangebote für Lehrkräfte für sicheren Schulbetrieb unbedingt zeitnah erforderlich

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) bedauert, dass die Schülerinnen und Schüler mit Ausnahme der Abschlussklassen in der kommenden Woche wieder in den Distanzunterricht wechseln müssen, hält diese Entscheidung vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens aber für nachvollziehbar. Schulleitungen, Lehrkräften und Familien fehle jedoch eine klare Perspektive, was zunehmend an den Nerven zehrt. „Nach über einem Jahr Pandemie müssen wir endlich aus dem ad-hoc-Modus rauskommen“, fordert die Landesvorsitzende Sabine Mistler.

  • Reguläre und einheitliche Prüfungen müssen auch unter Pandemiebedingungen möglich gemacht werden
  • Gemeinsame Kraftanstrengung von Schulträgern und Ministerien notwendig
  • Schulen brauchen für Abschlussjahrgänge besondere Regelungen zum Infektionsschutz

Düsseldorf, 16.03.2021. Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) übt deutliche Kritik an dem vom Schulministerium geplanten Verfahren der Selbsttests in den Schulen. Der PhV NW kritisiert das in der Schulmail vom 15. März 2021 dargelegte Konzept als nicht ausreichend durchdacht und bewertet die angefügten pädagogischen Hinweise als Ausdruck von Praxisferne.

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) begrüßt die mit der Schulmail vom 11. März 2021 angekündigten Schnelltests an Schulen als einen möglichen Beitrag zum Infektionsschutz. Aus Sicht des PhV NW bleiben aber noch zu viele Unklarheiten mit Blick auf die schulorganisatorische Umsetzung. „Wir brauchen praktikable Lösungen, die den Schulen nicht zusätzliche Belastungen aufbürden“, erklärt die Landesvorsitzende Sabine Mistler.

  • Praktische Ausbildung im Unterricht über Monate ausgefallen
  • Völlig unzureichende digitale Ausstattung für Unterricht und Vorbereitung
  • Engagement von Fachleitern und Ausbildungslehrern verhindert Schlimmeres
  • Gleichzeitiger Unterricht von Abschlussklassen und weiteren Jahrgängen erhöht das Gesundheitsrisiko
  • Eine Ausdehnung von parallelem Präsenz- und Distanzunterricht wird die Belastungsgrenzen der Lehrkräfte noch weiter überschreiten
  • Weitere Öffnungen dürfen nur mit angemessenem Infektionsschutz erfolgen

Eine gemischte Bilanz zieht der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) nach den ersten Rückmeldungen zum gestrigen ersten Schultag nach dem Lockdown. „Die Freude über die Rückkehr in den Präsenzunterricht war vielerorts überschattet von der Sorge um die eigene Gesundheit“, erklärt die Landesvorsitzende Sabine Mistler. „Leider sehen wir uns in unseren Befürchtungen bestätigt, dass Abstandsregeln beim Unterricht in voller Klassenstärke nicht eingehalten werden.

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