PhV in den Medien

(…) Der Philologenverband NRW äußerte sich ebenfalls jedenfalls nicht euphorisch. „Wir sehen in der Ergänzung keine Neuerung, denn aus unserer Sicht hat bereits die bisherige Formulierung bildungsspezifische Schwerpunktsetzungen im Sinne einer besonderen Gesamtkonzeption bereits ermöglicht“, sagte die Vorsitzende Sabine Mistler auf Anfrage.

Frau Mistler, seit diesem Donnerstag gilt nun wieder die Maskenpflicht an den Schulen. Sind Sie froh darüber?

Sabine Mistler: Ich bin sehr froh über diese Entscheidung. Unser Verband kann nicht nachvollziehen, warum das Land NRW in dieser pandemischen Situation die Maskenpflicht abgeschafft hat. Viele Lehrerinnen und Lehrer und auch Schülerinnen und Schüler, insbesondere an unseren Schulformen, haben zwar weiter Masken getragen, aber die Tatsache, dass das auf Freiwilligkeit beruhte, hat Druck auf alle Beteiligten ausgeübt.

(...)

Der Philologenverband NRW begrüßt diese Entscheidung. Alles andere sei aber auch gar nicht möglich gewesen, weil natürlich Defizite bestünden, sagte die Verbandsvorsitzende Sabine Mistler unserer Zeitung. „Die angehenden Abiturientinnen und Abi­turienten haben bislang wenig Präsenzunterricht versäumt – anders als die jüngeren Jahrgänge“, hob sie zwar hervor. Dennoch sei eine Auswahl der Aufgaben richtig.

"Wir haben die Entscheidung zum Ende der Maskenpflicht von Anfang an kritisiert und sind jetzt sehr erleichtert über die längst überfällige Rückkehr zur Maskenpflicht“, sagte Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologenverbands NRW. „Endlich bekommen Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte in dieser Frage wieder eine verlässliche Vorgabe.“

Der Philologenverband NRW bestätigt die Beobachtung, dass viele Schülerinnen und Schüler den Mund- und Nasenschutz im Unterricht freiwillig tragen. Der Verband ist für die Wiedereinführung der Maskenpflicht, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilt, allerdings sei die „Vorverlegung der Weihnachtsferien, wie in anderen Bundesländern diskutiert, für den Philologenverband keine Option. Aufgrund der vergangenen, coronabedingten Unterrichtsausfälle zählt für die Schülerinnen und Schüler im Moment buchstäblich jede Minute Unterricht. Damit meinen wir, solange er möglich ist.

„Auch der Philologenverband lehnt dies ab: „Zum einen ist die Impfquote bei Lehrkräften an NRW-Gymnasien überdurchschnittlich hoch, in der Regel liegt sie bei mehr als 90 Prozent“, sagt die Landesvorsitzende Sabine Mistler. Zum anderen sei dort der Umgang miteinander geprägt durch Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme. Der Verband plädiert ebenfalls dafür, die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen. Gespräche dazu liefen bereits auf unterschiedlichen Ebenen.

Auch der Philologenverband zeigt sich ablehnend. Zum einen liege die Impfquote bei Lehrkräften an NRW-Gymnasien bei mehr als 90 Prozent, sagte die Landesvorsitzende Sabine Mistler unserer Redaktion. Zum andern sei dort der Umgang vielfach geprägt durch Verantwortungsbewusstsein. Der Verband plädiert ebenfalls dafür, die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen. Gespräch dazu liefen bereits auf unterschiedlichen Ebenen. „Bis jetzt scheint es aber nicht so zu sein, dass sich das Schulministerium in dieser Frage bewegen würde.“

Lehrervertreter begrüßen zwar die Testungen, kritisieren aber, dass viel Lernzeit für das Testen verlorengeht. „Die Schülerinnen und Schüler haben ohnehin viel nachzuholen. Drei Mal Testen und das dann auch immer wieder in den gleichen Schulstunden führt zu weiteren Lern-Lücken“, sagte Sabine Mistler, NRW-Vorsitzende des Philologenverbands, unserer Zeitung. Sie würde sich wünschen, dass die Testungen von externem, geschulten Personal durchgeführt würde.

(…) Auch nach den Rückmeldungen, die Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologenverbands NRW, bekommt, behalten an vielen Gymnasien Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte Masken freiwillig auf. Dies führe mitunter zu Unsicherheiten und Gruppenzwang, wenn andere die Masken nicht tragen. „Nach unserem Eindruck wünschen sich sehr viele Lehrkräfte tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt eine solch klare Entscheidung wie in Bayern“, so Mistler.

„Wir fürchten, dass das Primat des Präsenzunterrichts hier nicht haltbar ist. Natürlich wird die Quarantäne wieder erweitert werden auf die Nachbarschülerinnen und -schüler, die dann nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können und zwangsläufig wieder in die Distanz müssen.“  

Der Beitrag war am Dienstag, 9. November 2021, bei Antenne Düsseldorf www.antenneduesseldorf.de zu hören. 

Seiten