Ministerin in der Kritik: Keine Maskenpflicht für Schüler

(…) Auch nach den Rückmeldungen, die Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologenverbands NRW, bekommt, behalten an vielen Gymnasien Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte Masken freiwillig auf. Dies führe mitunter zu Unsicherheiten und Gruppenzwang, wenn andere die Masken nicht tragen. „Nach unserem Eindruck wünschen sich sehr viele Lehrkräfte tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt eine solch klare Entscheidung wie in Bayern“, so Mistler. „Die Tatsache, dass einige Gesundheitsämter die Quarantänen für Schülerinnen und Schüler nicht aussprechen, die neben oder vor beziehungsweise hinter einer positiv getesteten Person sitzen, trägt dazu bei, dass viele schon eher die Maske weiter tragen.“ Mistler beklagt, dass durch drei Testungen pro Woche unter Aufsicht der Lehrkräfte Unterricht ausfalle. Man müsse ernsthaft überlegen, ob diese Testungen nicht ausgelagert und durch andere Personen durchgeführt werden könnten.

Für den Philologenverband sei entscheidend, dass der Präsenzunterricht sichergestellt bleibe und alles dafür getan werde, dass alle Beteiligten „mit einem möglichst guten Gefühl in die Schule gehen können“. Wichtig seien zudem Verlässlichkeit und Ruhe für das Schließen von Lernlücken, die durch Corona entstanden sind. Darüber hinaus seien die psychosozialen Probleme bei vielen Schülerinnen und Schülern nicht zu unterschätzen. „In diesem Gesamtkontext ist deutlich anzuführen, dass die Lehrkräfte auch gerade in dieser Zeit enorm gefordert sind, denn sie müssen den Lernstoff aufholen und parallel fortsetzen und dabei die unterschiedlichen Wissensstände und emotionalen Befindlichkeiten berücksichtigen.“  

Der vollständige Beitrag ist am Donnerstag, 18. November 2021 im Kölner Stadtanzeiger www.ksta.de erschienen. 

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