PhV in den Medien

"Die Schulöffnungen ab kommenden Montag (22. Februar 2021) sind für die Schülerinnen und Schüler eindeutig gut." Dieses Fazit zieht der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Neben Grundschülerinnen und Grundschülern sollen auch die Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht bekommen - so die Entscheidung des Landes. Die Vorsitzende des Philologenverbandes Sabine Mistler sagte: Gerade für die Abiturienten bedeute dies eine große Entlastung.

[...] Sabine Mistler, Landesvorsitzende des Philologenverbands NRW, plädierte unterdessen für bundesweit einheitliche Kriterien bei der Schulöffnung. Dabei müssten jedoch standortbezogene Anpassungen möglich sein – je nach Personalstärke, Räumlichkeiten, digitaler Ausstattung und Schülertransportmöglichkeiten. „Wenn es eine bundesweite Entscheidung für Präsenzanteile gibt, dann kann das nicht in dem Moment eines Augenzwinkerns geschehen: Die Schulen brauchen eine angemessene Vorbereitungszeit“, sagte sie.

[...] Der Philologen-Verband NRW begrüßte in einer Stellungnahme die Klarstellung des Ministeriums. Dies verschaffe Studierenden der Sozialwissenschaften Planungssicherheut und beende die Verunsicherung der betroffenen Lehrkräfte. Dennoch kritisiert der Verband die neue inhaltliche Schwerpunktsetzung des Fachs „Wirtschaft/Politik“.  Es entstehe der Eindruck, so Verbandsvorsitzende Sabine Mistler, durch die Umbenennung könne die Teildisziplin Soziologie an Bedeutung verlieren.

[...] Die Vorsitzende des Philologen-Verbandes, Sabine Mistler, lehnte in der Rheinischen Post ab, dass Abiturienten ihr Abitur im Herbst wiederholen können, wenn sie mit der Note nicht zufrieden sind, ohne dass es als Fehlversuch gewertet würde: „Es könnte dann passieren, dass das NRW-Abitur bundesweit nicht mehr anerkannt wird.“ Einige Bundesländer hätten bereits mit den Abitur-Prüfungen begonnen. Um die Abiturienten zu entlasten, müssten zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, eine größere Auswahl bei den Abituraufgaben zu ermöglichen.

[...] Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen kritisiert die Informationspolitik. Ein Massenbetrieb wie Schule, sagt Ulrich Martin, zweiter NRW-Vorsitzender, funktioniere "nicht mal eben auf Knopfdruck." Martin sagt aber auch: "Bei aller Kritik an den kommunikativen Fehlleistungen des Ministeriums ist eine fachliche Überforderung der Ministerin für uns nicht erkennbar. Ich halte die in den Raum gestellten Rücktrittsforderungen für unangemessen und politisch motiviert."

[...] Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalens hat eine Langzeitstrategie für die Schulen weit über den Corona-Lockdown hinaus gefordert. "Die verspäteten und unnötig kurzfristigen Informationen und Anweisungen der Landesregierung haben die Schulen in ein organisatorisches Chaos gestürzt", erklärte die Vorsitzende des Verbandes, Sabine Mistler.

[...] Der Vizevorsitzende des Philologen-Verbandes NRW, Patrick Albrecht, sprach von teils chaotischen Zuständen. An manchen Schulen seien 80 bis 90 Prozent der Schüler in die Klassenräume gekommen, an anderen Schulen deutlich weniger. „Das Ergebnis ist, dass die Lehrkräfte extrem belastet sind, weil sie doppelte Arbeit leisten müssen", sagte Albrecht. Jeder Lehrer müsse gleichzeitig dieselbe Lerngruppe in Präsenz und in Distanz unterrichten.

[...] „Die kommende Woche wird für die Lehrer eine besondere Herausforderung mit großen Belastungen“, sagte die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler. Die Pädagogen müssten für die unteren Klassen parallel Distanz- und Präsenzunterricht geben und ab Klasse 8 ausschließlich Distanzunterricht. „Und dies bei unterschiedlicher digitaler Ausstattung“, sagte Mistler. Dass Klausuren geschrieben werden könnten, sei zu begrüßen. „Jetzt müssen wir uns für eine Woche noch einmal komplett umstellen.“

[...] So bemängelt der Philologen-Verband NRW, dass es weiterhin an einer verlässlichen Infrastruktur und einer flächendeckenden Versorgung mit Breitbandinternet mangele. Zudem schreite die Ausstattung der Lehrer mit dienstlichen Endgeräten, auf denen Logineo laufen soll, nur langsam voran. „Wir haben den Eindruck, dass eine Reihe von Schulen deshalb noch zögerlich ist und an bereits vorhandenen und bewährten Systemen festhält“, so der Verband weiter.

[...] Der Vorsitzende des Bezirks Mönchengladbach im Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen, Thomas Ahr, hält einen flächendeckenden Hybridunterricht für nicht machbar. Es fehle vor allem an Infrastruktur. Stattdessen schlägt er besseren Schutz vor Ort vor.

Den vollständigen Beitrag können sie online in der Rheinischen Post unter dem nachfolgenden Link nachlesen: www.rp-online.de.

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