Tagung der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften

Am 8.12.2012 im Festsaal des Forschungsinstituts und Museum Senckenberg findet zum Thema Biodiversität und Bildung eine Tagung der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften statt.

Biodiversität und Klimawandel gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie beeinflussen sich auf komplexe Art und Weise gegenseitig; viele grundlegende Phänomene sind bis heute noch nicht ausreichend genug bekannt und bedürfen intensiver Forschung.

Gerade auch der anhaltende Biodiversitätsverlust führt uns immer mehr vor Augen, welch unschätzbare Werte ein- für allemal von der Erde verschwinden und in Zukunft weiter zu verschwinden drohen. Der in diesem Sommer 2012 in seinem Gehege in der Charles Darwin Station auf Santa Cruz auf den Galapagosinseln verstorbene „Lonesome George", der letzte Vertreter der Unterart Chelonoidis nigra abingdoni, mag als Paradebeispiel für diesen täglichen Artenverlust stehen, dessen Größe in genauen Zahlen nicht einmal Biodiversitätsforschern auch nur annähernd bekannt ist.

Die Bedeutung von Bildung und Wissen spielt nicht nur in diesem Zusammenhang eine enorme Rolle. Nur wenn es gelingt, möglichst vielen Heranwachsenden in den Schulen – aber auch der gesamten Öffentlichkeit – die Bedeutung dieser Problematik bekannt zu machen, mag es gelingen, nachhaltig mit einem gewissen Erfolg die aufgezeigten Probleme in den Griff zu bekommen. Voraussetzung dafür ist die Vermittlung grundlegender Wissensbestände zu dieser Thematik. Der oft zitierte Satz „was ich nicht kenne, kann ich auch nicht schützen" scheint jedoch im Rahmen einer derzeit dem Bildungssystem verordneten diffusen Kompetenzorientierung beim gleichzeitigen Abbau grundlegender Wissensbestände in den Schulen an Bedeutung nicht verloren.



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