Stellungnahme

Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) befürwortet eine leistungsgerechte Beschulung aller Schülerinnen und Schüler unabhängig von soziökonomischen oder anderen Faktoren. Wir können der im Antrag vorgetragenen Eingangsthese, der starken sozioökonomischen Segregation von Schülerinnen und Schülern, allerdings nicht vorbehaltlos zustimmen. Wenn schon nicht für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, dann doch wenigstens für das Bundesland Nordrhein-Westfalen, ist diese These zu stark vereinfachend und wird der Realität im Bildungssystem nicht angemessen gerecht.
 
Der Philologen-Verband NW spricht sich neben der Stärkung der Schulformen Gymnasium, Gesamtschule und Weiterbildungskolleg auch für die Unterstützung der anderen Schulformen in NRW aus, somit auch der Berufskollegs, da wir grundsätzlich für ein vielgliedriges Schulsystem eintreten.
Die Notwendigkeit einer Einrichtung eines Expertengremiums zur beruflichen Bildung sehen wir allerdings nicht, da wir derzeit den von der Landesregierung initiierten Weg über die Agenda zur beruflichen  Bildung als notwendige und ausreichende Maßnahme zur Unterstützung und Stärkung ansehen.

(15. Schulrechtsänderungsgesetz)
Einleitung der Verbändebeteiligung
Aktenzeichen: 221-2.02.02.01-151650/19

Mit dem vorgelegten Entwurf wird eine Vielzahl von in der Praxis deutlich gewordenen rechtlichen Lücken - beispielsweise im Bereich der Mitwirkung - mit unstrittigem Regelungsbedarf geschlossen. Somit begrüßen wir diese Anpassungen ausdrücklich.

Im Folgenden nehmen wir zu einigen Paragraphen konkret Stellung:

(Antrag der Fraktion der SPD, Drucksache 17/5063)

 
Aus Sicht des Philologen-Verbandes stellt die Rückführung nicht ausgegebener Personalmittel als Minderausgaben in den Haushalt keine neue Vorgehensweise dar.
 
Eine Verwendung dieser für Unterrichtsmittel, außerschulische Unterrichtsangebote oder die Umsetzung der Digitalisierung behebt ebenso wenig das mit dem Lehrermangel verbundene elementare Problem ausfallenden Unterrichts wie die Investition in multiprofessionelle Teams.
 

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) äußert sich in Ergänzung zu seiner Stellungnahme am 09. Januar 2019 im Rahmen der Verbändebeteiligung wie folgt zur vierten Veränderungsordnung der APO-S I

Grundsätzliches:

Kritisch sieht der Philologen-Verband die weitere Verzögerung im Umsteuerungsprozess auf G9. Die Schulen benötigen dringend Planungssicherheit, um den neuen Bildungsgang inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten sowie in den schulischen Mitwirkungsgremien abzustimmen und so das Gelingen des neuen G9 zu gewährleisten.

Positionspapier des Philologen-Verbandes NW

Stand: 05.02.2019

In der Kritik:
Kompetenzteams und ihre Angebote

Positionspapier des Philologen-Verbandes NW
zu Gymnasien im ländlichen Raum

iele Kommunen stehen angesichts des demografischen Wandels vor großen Herausforderungen. Mit dem 2011 getroffenen Schulkonsens wurden den Schulträgern dabei weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der lokalen Schulstruktur zugesprochen, sodass sich auch das Gymnasium bei sinkenden Schülerzahlen in der Gunst der politischen Entscheidungsträger behaupten muss.